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Intervallfasten

Fasten, im Speziellen - Intervallfasten auch für mich geeignet?

gesunder Toast und Brot mit unterschiedlichen Belägen wie z.B. Avocado, Tomaten oder auch etwas fruchtiges, wie Kiwi und Heidelbeeren.

Das Fasten – ein uralter Brauch, der die Menschheit quer durch die verschiedenen Kulturen und Religionen schon lange beschäftigt und auch in unterschiedlicher Form umgesetzt wurde bzw. bis in unsere Zeit angewendet wird. Du kannst aus verschiedenen Möglichkeiten wählen wie z.B.: Basenfasten, Heilfasten nach Buchinger, Fastenkur nach Mayr, Leberreinigungskur "3-6-9" nach Anthony William oder Saftfasten.


Was hältst du persönlich vom Fasten, dem bewussten Nahrungsmittelverzicht – hast du schon eine Methode ausprobiert?


Uns spricht dieses Thema generell schon länger an, wir glauben an die präventive gesundheitsfördernde sowie heilsame Wirkung von Fastenprozessen und setzen sie auch selbst regelmäßige mit positiven Erfahrungen um.

Fasten ist ein sehr reinigender Prozess auf allen Ebenen (physisch, psychisch und mental) und führt zu neuem Bewusstsein, einer besseren Gesundheit und Wohlfühlhaltung.

Das interimitierende Fasten, wahrscheinlich geläufiger als Intervallfasten ist die letzten Jahre medial sehr präsent. Viele in unserem Freundes- und Bekanntenkreis probierten es auch bereits aus, einige blieben dabei und fanden so ihren „Wohlfühl- und Gesundungsbrunnen“. Die Ansätze sind verschieden und so finden zumeist viele eine geeignete Form.


Eine wichtige Info vorweg - Intervallfasten ist keine Diät-Form, sondern kann im Zuge einer Ernährungsumstellung in den Lebensalltag integriert und gut als Langzeiternährung beibehalten werden. Es kommt dabei auch zu keinem unerwünschten Jojo-Effekt. Eine Regel ist allerdings zu beachten: Gegessen wird je nach Methode nur in einem bestimmten Zeitfenster, um damit den Stoffwechsel anzuregen. In früheren Zeiten hatte der Mensch nicht immer Nahrung zur Verfügung und musste immer wieder fasten, unser Organismus ist auch heute noch darauf eingestellt. Intervallfasten kann positive Effekte auf den ganzen Organismus, so wie im Besonderen auf Herz- und Blutdruck haben, den Fettstoffwechsel und die Insulinempfindlichkeit verbessern, Entzündungsprozesse vermindern und Nerven- und Muskelzellen schützen. Zusätzlich können auch ein paar Kilos purzeln. Der Körper kann so z.B. vor Adipositas, Diabetes mellitus, Herzinfarkt- und Schlaganfall, chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, Multipler Sklerose, Arteriosklerose, Krebs, Demenz oder bakteriellen Infektionen geschützt werden.


Ideal wäre eine pflanzenbasierte Vollwerternährung und die Kalorienmenge soll sich am besten im Essenszeitfenster im normalen Rahmen bewegen.


Die jeweilige Zeit der Essenspause dient dem Körper als Auszeit. Bei Frauen vermutet man, dass es bereits nach 14 Stunden Fasten zur Autophagie (Art Recycling/ Selbstreinigung der Zellen) kommt, bei Männern erst nach 16 Stunden.


Zu Beginn ist es am besten den Umstieg langsam zu beginnen und nicht sofort mit einer 14-/16-stündigen Essenspause, sondern die Zeit nach und nach auszuweiten – zum Beispiel jeden Tag um eine Stunde. Zudem ist es sinnvoll, sich für eine Variante zu entscheiden, die am besten zum persönlichen Lebensstil passt und somit gut in den eigenen Alltag integriert werden kann. Der eigene aktuelle Gesundheitszustand soll natürlich auch mit einbezogen und gegebenenfalls mit einem Arzt abgeklärt werden.


Im Folgenden möchten wir euch die verschiedenen Ansätze vorstellen:

  • 12:12-Fasten ist die einfachste Form des Intervallfastens. Sie eignet sich gut für Fastenneulinge und erfordert 12 Stunden Pause zwischen dem Abendessen + Frühstück.

  • 14:10 & 16:8-Fasten sind alltagstaugliche und gleichzeitig sehr wirksame Fastenmethoden. Hier wird das Essensfenster auf 10 bzw. 8 Stunden pro Tag minimiert mit 2-3 ausgewogenen gesunden Mahlzeiten.

  • 18:6-Fasten -> Fastenfenster = 18 Stunden, in 6 Stunden werden nur mehr 2 Mahlzeiten zu sich genommen

  • 23:1-Fasten wird auch als OMAD- One Meal A Day - “Eine Mahlzeit pro Tag”-Fasten bezeichnet- in nur 1 h pro Tag – 1 Mahlzeit -> diese sollte reich an Makro- und Mikronährstoffen sein.

  • Als 5:2-Fasten -> 2 Fastentage und 5 Essenstage pro Woche (Essen an den 2 Fastentagen - Frauen max. 500 + Männer max. 600 kcal + mindestens ein Tag Pause zwischen den 2 Fastentagen)

  • 10in2-Fasten von Bernhard Ludwig -> 1 Tag essen + am Folgetag fasten (= ca. 36 Fastenstunden.) Hier wird das Fasten erst nach dem Schlafen mit einem Frühstück gebrochen.

  • Auch das Dinner Cancelling entspricht dem Intervallfasten-Prinzip.

Also – welche Form könnte für dich etwas sein?

Informative Grafik mit vielen hilfreichen Informationen zum Intervallfasten

Zur bewussten Ernährungsgestaltung/ dem Nahrungsverzicht beim Fasten gehören auf jeden Fall auch: Zeit für sich selbst und Bewegung einzuplanen. Ebenso sind „nährende“ Gedanken (in Form von Literatur bzw. philosophischem Austausch mit Mitfastenden) hilfreich. Dies unterstützt die körperliche, seelische und geistige Ausgewogenheit.


Unser persönliches Resümee – um etwas langfristig durchzuhalten, reicht nicht allein die Tatsache, dass es gesund sein soll, sondern es muss wirklich unbedingt zu einem selbst, seinem Lebensalltag und Einstellungen/ Überzeugungen passen. Das ist einfach eine individuelle Sache.

Gesundheitlich bringt es auf jeden Fall sehr viele Vorteile auch seine Ernährung auf eine vollwertige vegane Form umzustellen und regelmäßig zu fasten - die Blutwerte in vielen Bereichen verbessern sich relativ rasch, der Basen-Säuren-Haushalt kommt ins Lot und Abnehmen geht wirklich nebenbei. Vorausgesetzt man / frau bevorzugt frische gesunde Vollwertkost und greift nur selten zu komplexen fettreichen (Ersatz-) Produkten und Fertig-Süßprodukten.

Wir glauben, dass es auf jeden Fall auch empfehlenswert ist, eine Ernährungsumstellung und die ersten längeren Fastenerfahrungen unter ärztlicher Begleitung zu machen. So sieht man / frau auch anhand von Gesundheitschecks und ausführlichen Blutbildanalysen, ob die gewählte Fastenkur, die länger gewählte Form des Intervallfastens und die neue vollwertige Ernährung für einen auch die richtige ist.


Gutes Gelingen!

Literatur

- Bracht, P./ Just: Gesundmacher Intervallfasten. GU Verlag/ München 2022.

- Dahlke, R.: Kurzzeitfasten: Mit Esspausen gesünder, länger und schlanker leben. Südwest Verlag/ München 2018.

- Michalsen, A.: Mit Ernährung heilen: Besser essen – einfach fasten – länger leben. Neuestes Wissen aus Forschung und Praxis. Insel Verlag/ Leipzig 2021.

- Wacker, S.: Das einfachste Basenfasten-Buch aller Zeiten. Trias Verlag/ Stuttgart 2022.

- William, A.: Heile dich selbst: Medical Detox – Die Antwort auf fast (alle) Gesundheitsprobleme – Revolutionäre Heilstrategie bei Migräne, Übergewicht, chronischer Erschöpfung u.v.m. Arkana Verlag/ München 2020.

Weblinks


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